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4.7. - 25.7.2006
Am Vorabend unserer Reise nach Cornwall und Wales kommt Peter auf die Idee nachzusehen, ob sein Pass auch noch Gültigkeit hat. Kein Problem für Peter, aber eines für Katharina, denn ihr Pass ist vor 2 Monaten abgelaufen. Das kann doch wirklich kein Problem sein, beruhigen wir uns, denn wir reisen ja innerhalb der EU.
Ein vorbestelltes Flughafentaxi bringt uns rechtzeitig zum Flughafen und auch beim Einchecken gibt es keine Probleme. Als wir aber dann durch die Sicherheitskontrollen gehen, wird Katharinas Pass beanstandet. Na, das fängt ja schon gut an! Die diensteifrige Dame nimmt den Pass an sich und erklärt, dass sie erst mit ihrem Supervisor sprechen müsste, ob eine Einreise nach England auch mit einem abgelaufenen Pass möglich ist. Schließlich kommt sie zurück und erklärt mit vorwurfsvollem Tonfall, dass das nicht in Ordnung wäre, aber doch toleriert wird.
Wir steigen also ins Flugzeug und landen nach einem angenehm kurzen Flug (knappe 2 Stunden) in London-Heathrow. Bei der Passkontrolle hier gibt es aber überraschenderweise kein Problem. Der Beamte beanstandet gar nichts und lächelt nur freundlich. Nun wollen wir dann unser vorbestelltes Mietauto übernehmen. Wir sind schon neugierig, wie Peter (197 cm groß) in den kleinen Daewoo Matiz passen wird. Ein Blick der Dame am Schalter auf Peters Erscheinung genügt aber, um uns ein Upgrade auf ein größeres Auto zu empfehlen. Wir sind einverstanden, 3,5 Pfund pro Tag mehr zu bezahlen und steigen in einen ganz neuen Opel Zaphira, der hier aber Vauxhall heißt.
Zuerst fahren wir eine Weile hin und her, bis wir die richtige Straße in westlicher Richtung finden. Wir fahren auf der M4 bis zur Ausfahrt Chippenham, weil wir als erstes die Lacock Abbey besichtigen wollen, in der ein Teil der Innenaufnahmen der Harry-Potter-Filme gemacht wurde. Inzwischen sind wir aber auch sehr hungrig geworden und würden uns gerne vor der Besichtigung stärken. Erst jetzt fällt uns ein, dass das wahrscheinlich ein Problem werden könnte, da wir uns zwar innerhalb der EU befinden, aber die Engländer noch immer das Englische Pfund als Währung haben. Also müssen wir zuerst einen Bankomat finden. In dem kleinen Dorf Lacock, das mit seinen putzigen kleinen Häuschen mit Vorgärten so wirkt, als wäre hier die Zeit seit 100 Jahren stehen geblieben, haben wir keine Chance, sodass wir in die nächstgrößere Stadt - Melksham - fahren müssen, wo wir auch fündig werden. Wir beheben Geld und kehren noch schnell bei einem McDonald ein, um das nagende Hungergefühl loszuwerden. Wir fahren zurück zur Lacock Abbey, wo aber bereits geschlossen ist. Wir können das malerische Gebäude also nur von der Straße aus fotografieren.
Wir fahren weiter nach Süden, wo wir uns in der Gegend von Yeovil ein Bed & Breakfast suchen wollen. Als wir durch Sherborne kommen, sind wir entzückt von den malerischen alten Häusern und halten bei einem Pub, das auch Zimmer anbietet. Leider ist dort aber nichts mehr frei und wir müssen weitersuchen. Schließlich wird uns das Antilope Hotel empfohlen, das wir auch nach einer Weile finden. Dort sind die Preise aber wirklich hoch. Die nette Dame in der Rezeption ist aber so freundlich und entgegenkommend, dass sie sogar einige Unterkünfte in der Umgebung anruft, um nach einem preiswerteren Zimmer für uns zu fragen. Sie nennt uns dann das "Pen Mills Hotel" in Yeovil, das wir dann auch mit viel Glück wirklich finden. Wir bekommen ein Zimmer + Frühstück um 50 Pfund pro Nacht. Da es sich bei dem Hotel auch um ein Pub handelt, sind wir vorerst einmal sehr zufrieden. Wir sitzen im Freien, trinken Bier und besprechen unsere Pläne für den nächsten Tag.
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