Inhaltsverzeichnis |
Ortsverzeichnis |
|
6. - 20.7.2002
Nach 11 Stunden Bahnfahrt kamen wir in Florenz um 7:05 Uhr an. Da wir wussten, dass sich die Autovermietung, wo wir bereits vor Wochen unser Auto gebucht hatten, in der Nähe des Bahnhofes befindet, machten wir uns gleich auf den Weg. Nach zweimaligem Fragen fanden wir auch die richtige Straße und warteten bei der entsprechenden Hausnummer auf das Öffnen des Büros (8 Uhr). Bald erschien auch eine freundliche Dame, die uns aber informierte, dass wir einen Häuserblock weiter gehen müssten, weil es nämlich in Florenz rote und schwarze Hausnummern gibt, und für Geschäfte die roten gelten, während wir zwar die richtige Zahl - aber in Schwarz - gefunden hatten. Also schleppte Peter den riesigen Koffer weiter und dann bekamen wir auch problemlos unser Auto - diesmal einen Lancia Y mit winzigem Kofferraum. Außerdem bekamen wir auch eine Wegbeschreibung für die Fahrt zu unserem Quartier in Barberino di Mugello. Wir schafften es ganz leicht aus Florenz hinauszukommen, die richtige Straße zu finden und landeten bald in unserem Zielort. Von da an wurde es aber wirklich kompliziert und schließlich auch richtig abenteuerlich. Wir fragten zuerst an einer Tankstelle nach der Via Bovecchio, erhielten auch gestenreich und natürlich in Italienisch eine Auskunft, aus der wir zumindest entnehmen konnten, dass wir in der falschen Richtung suchten. Also drehten wir um, fragten noch einmal, versuchten mit unseren spärlichen Italienischkenntnissen zu verstehen, welchen Weg wir nehmen sollten. Schließlich fragten wir noch ein drittes Mal und erfuhren beglückt, dass wir schon ganz in der Nähe der richtigen Adresse wären. Und dann war sie da - die Via Bovecchio - eine schmale unasphaltierte Straße, die sich steil bergauf und dann auch gleich wieder bergab durch die Gegend schlängelte. Mutig fuhren wir weiter und standen schließlich vor einem wunderschönen Landhaus. Eine freundliche Frau und zwei kläffende Dackel begrüßten uns. Wir wurden ins Haus geführt und standen schließlich staunend in einem riesigen Zimmer gefüllt mit Stilmöbeln aus den verschiedensten Epochen. Uns wurde ein Kaffee angeboten, den wir dann unter einem alten Olivenbaum im Garten genießen konnten. Wir packten unsere Koffer aus, stiegen aber bald wieder ins Auto, um unsere erste Besichtigungstour zu beginnen - die Medici-Villen in der näheren Umgebung. Das erste Ziel war die Villa Cafaggiolo, die sich direkt an der SS 65 befindet.
Das burgähnliche Gebäude konnten wir nur von außen besichtigen und natürlich auch fotografieren. Beeindruckt waren wir von 2 riesigen Bäumen, die davor stehen.
Weiter ging es nun zum Parco Demidoff (in Pratolino), der in den Reiseführern sehr verlockend beschrieben wurde. Leider fanden da aber zurzeit umfangreiche Renovierungsarbeiten statt, sodass nur wenig zu sehen war. Immerhin konnten wir aber den steinernen Riesen "Appennino" bestaunen.
Dann fuhren wir weiter nach Fiesole, wunderschön auf einem Hügel über Florenz gelegen. Dort fand gerade ein Wochenmarkt statt, sodass von dem Hauptplatz wenig zu sehen war. In einem Lokal am Hauptplatz tranken wir ein wirklich teures Bier (€ 5,60). Wir besuchten das alte Amphitheater (Eintritt € 6,20), wo jetzt im Sommer in der Mitte eine Bühne aufgebaut war, auf der Opernaufführungen stattfinden.
Eigentlich wollten wir noch zu einer Aussichtsterrasse, um einen Panoramablick über Florenz zu genießen, doch da begann es sich einzutrüben und bald auch heftig zu regnen. Wir kauften noch schnell für unser Abendessen ein und machten uns auf den Rückweg.